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Vaisak geht auf Sanskrit zurück und ist ein
Ernte-Dank-Fest, das am Anfang des Sonnenjahrs, in wärmeren Gebieten
nach der Ernte des Jahrs im Frühling gefeiert wird. Es ist ein Fest der
Wiedergeburt der Natur. Nach dem Nanakshai-Kalender, ähnlich dem
Sonnenkalender im indo-iranischen Kulturkreis, beginnt das Erntefest
und die Wiedergeburt am 13.April dieses Jahr, sonst 14. April. Das Neujahr (Baikasi) des
Nanakshai-Kalenders am 14. März fällt ungefähr mit dem
Naurozfest des iranischen Kulturkreises (Afghanistan, Iran,
Tadschikistan, Pakistan und andere Länder des Zentralasiens)
am 20. März 2008 (Schaltjahr), sonst 21. März zusammen.
Vaisak und/bzw. Baisak ist ein Erntedankfest im Frühling, das ca. 3 Wochen
später als Neujahr-Fest in der alten historischen Region Ghandara und in vielen Gebieten des heutigen Afghanistans begangen
wurde. Das Neujahrfest wurde in den Bergen und Tälern des Hindukusch
(Berge der Hindus) in den hinduistischen Dynastien der
Kabulshaian bzw. Hindushahi bis zum heutigen Tage - in Kabulistan, Zabulistan
Tacharistan bzw. Tocharistan
gefeiert.
Das Fest fiel in den wärmeren Gebieten des
Ghandara-Gebietes zusammen mit dem ersten Erntedankfest im Frühling. Die Flüsse,
u.a. der Kabulfluss als Nebenfluss des Indus bzw. Sindh diente für
die heiligen Waschungen eines der ältesten Religionsgemeinschaften
des Hindukusch . Nach den Vertreibungen und
der Zerstörung der hinduistischen Traditionen nahm die
Anzahl der
Hindus und Sikhs in den Städten und Dörfern auf dem heutigen Boden
des Landes stark ab.
Die Stadt Kabul verdankt ihren toleranten Ruf
u.a. dem friedvollen Geist der alteingesessenen
Menschen mit hinduistischer Glaubensrichtung. Sie waren es,
die die 3000jährige Stadt von Kabul mitbegründeten und historische
Kulturstätten und Daramsal (Hinu-Tempeln
von Kabul) aufbauten, bis wegen der Borniertheit einiger
Herrscher, zuletzt von den Taliban, die Teile der
historisch-wertvollen Kulturstätten unwiederbringlich zerstörtet
wurden.
In Kabul wurde das Fest besonders auf dem
Kabuler Assamai-Berg
(Mutters Hoffnung) , gegenüber dem Berg von Sher Darwaza und in
zahlreichen Darmsals von Kabul begangen. Dort befand sich ein
Hindu-Tempel sowie am Fusse des Berges ein Meditationszentrum. Heute
stehen auf dem Berg die Antennen der afghanischen staatlichen und
privaten Fernsehstationen.
Unter der Zitadelle von Bali
Sar, die in der
Zeit der hinduistischen
Kabulshahan gebaut wurde, feierten die a Menschen damals das
Neujahrsfest. Die hinduistischen Bewohner gestalteten die Feste wie
Blüten der verschiedenen Bäume wie Eukalyptusbäume und besonders
beim Arghawan-Fest am Kabuler Scher Darwaza Berg wie Judasbäume (Argawan).
Hindus und Sikhs machten einst die Mehrheit der
Bevölkerung in mehreren Städten und Provinzen des Landes aus.
Einige Städte und Dörfern trugen die Namen hinduistischer Götter
sowie Namen aus der hinduistischen Mythologie, von denen einige
immer noch bekannt sind wie Hindukush, in Kabul, Shiwaki
(Ort von Shiva), Hendaki (Ort der Hindu) usw. Viele dieser Namen
sind im Laufe der Zeit gezielt geändert worden. Heute versuchen
einige kulturfeindliche Personen, den Assamai-Berg in
„Fernsehberg“ umzubenennen.
König Amanullah (Regierungszeit 1919-1929)
schaffte die Sklaverei des Volkes der Hazara und Jazia (Zwangssteuer
wegen des Glaubens) bei den Hindus und Sikhs ab. Doch in der Zeit
der Taliban sind die Hindus und Sihks besonders diskriminiert worden
und mussten gelbe Zeichen tragen. Während der Herrschaftszeit der
Taliban waren viele Menschen mit hinduistischen Religionen
gezwungen, ihre Heimat zu verlassen.
Seit dem Fall der Taliban feiern die Einwohner
mit hinduistischen Glaubensrichtungen in Afghanistan wieder ihre
Feste. An den Feierlichkeiten der Hindu und Sikhs nehmen Repräsentanten
der Regierung teil.
Das Ernte-Dank-Fest im Neujahr als Wiedergeburt
der Natur fällt zusammen mit der Geburt, bzw. Wiedergeburt von Baba
Nanak am 15. 04. 1469. (In Schaltjahren 14.04!). Baba Nanak ergänzte das heilige Buch als
Versöhnungsbuch aller Religionen. Seit dieser Zeit wird der Tag von
den Sikhs gefeiert.
Vaisaki und Baisaki feiern die Hindu und Sikhs
in Afghanistan. Sie ziehen neue Kleider an und beten in den
Daramsals. Sie singen und tanzen, backen Süßigkeiten wie „Mitaie“
und „Ladu“ , kochen Dessert wie Reisspeisen mit Safran und
Spinat. Sie schmücken den Tag und ehren Baba Nanak und das
Ernte-Dankfest im Neujahr.
Die Musiker des Kabuler Viertels Kharabat
singen Raga und Nath in den Tempeln der Altstadt, und auf dem
Assmai-Tempeln sowie in Bagbankoscha, Karte Parwan und Hinduguzar.
In Djallalabad, der Hauptstadt der Provinz
Nangarhar, befindet sich das Heilige Buch der Sikhs. Nach einer
Zeremonie wird das Buch in die Stadt Sultanpur am Sorch
Rud ("Roter Fluß", ein Distrik in der Provinz Nangarhar
( als Ersatz der Stadt Sultanpur
in der Provinz Uttar
Pradesh im Punjab („Fünf Wasser“, Fünf-Stromland) gebracht.
Großzügige Spenden der Wohlhabenden und Geschäftsleute sorgten für
die einwöchige Verpflegung der Pilger. An diesen Tagen haben junge
Paare die Möglichkeit zu heiraten, Verlobte, die wirtschaftlich
nicht in der Lage waren, wurden im Rahmen dieser Feierlichkeiten
getraut.
Das Team von Afghan-Aid wünscht den Hindu und
Sikhs und insbesondere den Sikhs in Afghanistan einen glücklichen
Verlauf der Feierlichkeiten.
siehe auch
www.afghan-aid.de/Vaisak.htm
www.afghan-aid.de/baba_nanak.htm
afghanische
Musik
Video:
http://de.youtube.com/watch?v=R_UrXa_DsXs&feature=related
http://de.youtube.com/watch?v=zEgOF5nbzE4&feature=related
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