|
Es war ein Prinz,
der der einzige Sohn des Königs war. Als er geboren wurde, feierte er tagelang
und ließ sein ganze Reich mit leckeren Speisen und Getränken bewirten. Sein
Amme versorgte den Prinzen. Für seine Erziehung und Ausbildung stellte er einen
weisen Mann. Er lehrte ihn in verschiedenen Künste, wie er mit Bogen und Feil
umgeht, wie er sich verteidigen müßte und wie er seine Tätigkeiten als zukünftiger
König erledigen müßte. Deswegen mußte er früh aufstehen und seine Übung
machen und lernen.
Er war inzwischen
kein Kind mehr. Jedes Mal, als er zum Vater kam, um seine Kunststücke vorzuführen,
sagte: "Ich möchte heiraten." Der Vater sagte zu ihm: "Du bist
noch nicht reif, weil du diese und jene Kunst noch nicht kannst.
Er ging zu seinem
Lehrer und bat ihn neue und schwierige Künste zu lernen. Er könnte inzwischen
alle Tätigkeiten, die ein künftiger König auch machen könnte. Äußerte er
seinen Wunsch, sagte der König: "Du bist noch nicht reif."
Der Prinz ging zu
seinem Lehrer und sagte: "Was sollte ich noch lernen." Der Lehrer
sagte: "Ich habe dir alle Künste beigebracht. Überlege dir selber. Ich
kann dir in dieser Frage nicht helfen."
Eines Tages nahm der
Prinz einen Teller mit einem scharfen Messer und einen runden reifen Apfel und
stellte seinem Vater. Der König verstand sofort, daß der Sohn reif zur Heirat
sei und sagte zu dem Prinzen: "Nun bist du auch reif zur Heirat
Prinz." Der König lag sie Bilder der schönen Prinzinnen vor ihm und
sagte: "Suche dir ein Bild aus." Er zeigte nahm ein Bild aus dem Album
legte beiseite. Das Interesse des Prinzen galt nun dieses Bild. Der Vater sagte
zu ihm: "Vergiß dieses Bild. Das Mädchen ist nicht zu finden." Der
Prinz sagte: "Diese Frau oder keine Frau."
Der Prinz sattelte
einen Pferd und machte sich auf den Weg, um das Mädchen zu suchen. Er ritt
tagelang.
Unterwegs sah er
eine alte Frau, die am Rande der Straße saß. Sie fragte den Prinzen:
"Gibst du mir ein Schluck Wasser?". Der Prinz gab ihm seine Flasche.
Die Frau trank und bedankte sich. Darauf gab sie dem Prinzen einen Spiegel,
einen Kamm, einen Stein und einen Zündholz. "Wenn du in Gefahr bist, dann
verwende diese."
Er ritt weiter bis
er unter einem Baum eine Pause einlegte. Unter dem Schatten dieses Baumes aß
und trank und legte sich für eine Weile schlafen.
Er hörte zwei Vögel
berichteten, daß die Braut in Kafqaz-Gebirge von einem Riesen gefangen gehalten
wird. Er sollte morgens vor Sonnenschein aufstehen. Da kommt ein Simurgh und
bringt ihn zu diesem Versteck.
Der große Vogel
flog ihn und brachte ihn zum Ort, an dem das Mädchen gehalten wird und sagte
zum Prinzen: "Zurück müßst du allein."
Als er angekommen
war, schlief gerade der Riese und befreite das Mädchen. Kaum waren sie aus dem
Haus, wachte der Riese. Sie rannten so schnell sie könnten.
Der Prinz hat als
erstes den Kamm geworfen. Da entand auf einmal einen Wald. Für kurzer Zeit könnte
der Riese den Wald überqueren. Er versuchte mit dem
Streichholz. Auf einmal entstand ein Vulkan. Auch gegen diese Vulkan war der
Riese immun.
Darauf warf der
Prinz den Stein. Dort stand ein hoher Berg. Auch diesen Berg konnte der Riese überwinden.
Ihm blieb nichts
anderes übrig, als der den Spiegel zu werfen. Darauf entstand zwischen ihnen
und der Riese ein Ozean. Der Riese stieg ins Wasser. Das Wasser war so tief, das
der Riese dort ertränkt wurde.
Der Prinz nahm seine
Braut und ritten zu dem Königsreich.
|