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Es war ein König,
der hatte ein einziger Sohn. Der Sohn ist inzwischen groß, so daß der König
ihm in seine Geschäfte einführen wollte. Er nahm den Jungen und zeigte alle
sechs Zimmer des Schloßes. Das eine Zimmer war schöner als das andere und voll
von Edelsteine und Schmück.
"Das siebte
Zimmer", so sagte er, "ist leer. Außerdem darf hier keiner
rein."
Eines Tages bat der
Prinz den Vater, ihm den Schlüsselbund zu geben. Er möchte endlich die Räume sehen. Der Vater gab ihm die
Schlüssel. Er ging in das siebte Teil des
Schloßes. Tatsächlich war der Raum leer. Bevor er das Zimmer verlassen wollte,
sah er ein staubiges Kästchen Neugierig wie er war, öffnete
das Kästchen und sah ein Bild einer sehr schönen Frau.
Von der Schönheit
dieser Frau wurde er ohnmächtig. Als er aufstand, sagte er zum König. Die
Inhaberin dieses Bildes möchte ich als Frau haben. Der König hat gesagt:
"Leider ist es nicht möglich." Ich habe versucht, sie zu finden. Es
ist mir nicht gelungen. Traurig ging er zu
seinem Vetter und schüttelte ihm sein Herz. Der Vetter sagte: "Morgen
reiten wir los. Ich helfe dir, diese Frau zu finden." Sie ritten tagelang.
Schießlich kamen sie an einem Ort und klopften sie an der Tür. Die Tür öffnete
sich und sie traten das Zimmer ein. Plötzlich trat ein Mädchen ein und
brachte Tee für die Gäste. Als der Prinz dieses Mädchen sah, fiel er von der
Schönheit in Ohnmacht. Der Vetter Ebrahim sagte: "Die Reise war für
meinen Freund zu anstrengend."
Als er aufwachte, eröffnete
er seinem Vetter, daß die Person dieselbe ist, wie das im Bild steht. Als der
Zauberer dies gehört hat, hat er das Mädchen in einer Ziege umgewandelt.
"Du bekommst
das Mädchen, wenn Du den Ungeheuer tötest, der sein Unwesen unter der Erde
treibt", sagte der Zauberer.
Die beiden ritten
weiter. Unterwegs sahen sie einen Mann, der mit drei Bäume hin und her jonglierte. "Was machst du hier", fragte der Ebrahim. Ich habe gehört,
daß der große Ringer Ebrahim hier vorbeigeht, ich möchte meine Kräfte zur
seiner Verfügung stellen."
"Wo geht ihr
hin", fragte der Jongleur. Wir haben eine schwere Aufgabe. Die Bewohner der
Unterwelt müssen wir von einem Ungeheuer befreien." Ich mache mit" Sie
ritten weiter und da sah sie einen Mann, der einen Berg von einer Stelle zur
anderen Stelle legte.
"Was machst
Du", fragten die Neuankömmlinge. Ich habe gehört, daß der Ringer Ebrahim
vorbei reitet. Ich möchte meine Kräfte ihm zur Verfügung stellen."
Wohin reitet ihr
hin, fragte er. "Wir müssen die Bewohner der unteren Welt befreien."
"Darf ich auch mit", fragte er. Fünf ist besser als vier, lautete die
Antwort.
Nach langem Ritt
kamen sie an einem Ort, in dem sich ein trockener Brunnen befand. Trotzdem übernachten sie dort, weil sie müde waren. Alle zwei Stunden
müssten jemanden Wache stehen. Erste zwei Stum der Prinz den
Wachposten. Er schlief gerade in diesem Augenblick ein, als der Ungeheuer den
Brunnen herunterkletterte und verschwand. Auch die anderen zwei starken Männer haben dies nicht bemerkt. Schließlich
nahm der Ebrahim seinen Posten und blieb solange wach bis er den Ungeheuer an
den langen Haaren faßte und hielt ihn fest.
Am anderen Morgen
standen alle auf. Sie gingen zum Brunnen. Mit Hilfe seines Haares kletterten sie
nach unten. Der Brunnen war so tief, so daß sie einen Tag lang brauchten. Kurz vor der
Dämmerung erreichten sie
den Boden des Brunnens. Als sie dort waren, sahen sie einen Simurgh (Kondor),
der im Käfig gefangen gehalten wurde. Als erste band Ebrahim den Simurgh los.
Er bedankte sich und flog.
Die Fünf Männer
sahen Menschen, die nicht sprachen. Mit Zeichensprache verständigten sich, bis
sie erfuhren, daß hier Sprechen verboten ist. Der Ungeheuer hat dies so
angeordnet. Allein er darf sprechen. Wir müssen für ihn nur die Felder bestellen. Unsere
Ernte schickt er nach oben und bekommt dafür bündelweise Schlafmittel. Wenn
wir sprechen, bekommen wir von diesem Schlafmittel als Strafe. Dann werden wir von dem
Ungeheuer gefressen, so gestekulierte ein alter Bewohner dieses Landes.
Der Prinz sagte:
"Wir müssten die Regel dieses Landes achten", als er hörte, daß
seine Kameraden so laut sprachen, wie sie könnten. Der Ungeheuer hörte von
diesen Fremden. Der Ungeheuer rief: "Fremden raus. Unterwelt für
Unterweltbewohner." Die Bewohner schwiegen, sie wollten diesmal tatsächlich
auf die Gesetze ihres Landes acht geben.
Als der Ungeheuer
versuchte, seine Bewohner Schlafmittel geben, haben die vier tapferen Männer
ihn gepackt und besiegt. Ihn haben sie an einem Pflug gespannt. Er mußte die
ganze Felder pflügen. An diesem Jahr fiel die Ernte ganz gut aus. Ein Teil haben
sie nach oben geschickt und dafür bekamen sie Wachmittel. Der Ungeheuer bekam
immer wieder von diesem Mittel, falls er schlafen wollte.
Seit dieser Zeit
darf nur noch der Ungeheuer nicht sprechen. Im Winter ist er so müde, daß er seinen
Winterschlaf macht.
Die Fremdlingen
wollten wieder nach oben. Der Prinz wollte seine Braut haben. Sie wußten nicht, wie sie hinaufsteigen wollten. Da flog ein Simurgh
(wörtlich " 30 Hühner "- Kondor) und sagte:
Steigt auf mich. Ich bringe euch nach oben.
Als sie in die
Oberteil der Welt ankamen, sahen sie den Zauberer, der für das Mädchen ein
wunderschönes Brautkleid anfertigte. "Du hast deine Aufgabe gut
erledigt", sagte der Zauberer.
Der Prinz, die Braut
und der Vetter des Prinzen ritten nach ihrem Land. Als sie kamen, freuten sich
der König und die Königin. Der König veranstaltete ein prächtiges
Hochzeitsfest.
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