Fünf Jahre DAMF e.V.

Eine sinnvolle Entscheidung

Dachverband des Afghanischen Medizinischen Fachpersonals und deren Kollegen im deutschsprachigen Raum
D.A.M.F.e.V. (gemeinnützig)  

 

Im März 2002 fand in Göttingen ein Seminar statt, an dem zahlreiche medizinisch tätige afghanische Organisationen und Vereine aus dem deutschsprachigen Raum teilnahmen. Alle hoben die Gründung eines Dachverbandes hervor, damit die Arbeit effektiv und effizient strukturiert und koordiniert werden kann. So wurde schließlich die Gründung eines Dachverbandes beschlossen.

Nachdem einige Hürden (Vereinsname, -Standort, Satzung, usw.) genommen waren, wurde der

 jetzige DAMF e.V. am 22.06.2002 gegründet.

Zurzeit hat der Dachverband acht Mitgliedsvereine.

Seit seiner Gründung ist der DAMF e.V. in Afghanistan aktiv und hat zahlreiche medizinische Projekte in der Hauptstadt Kabul verschiedenen afghanischen Provinz durchgeführt. Er versucht durch  medizinisches  Engagement, allgemeine humanitäre Hilfe und Unterstützung im Bildungswesen dem vom  Krieg stark angeschlagenen Land unter die Arme zu greifen.

Eine Übersicht der vergangenen 5 Jahre zeigt, dass der DAMF e.V. eine durchaus beachtliche Arbeit in Afghanistan leisten konnte. Unter vielen kleineren Projekten sind zu erwähnen:

Ausbildungskurse im medizinischen Bereich

o      Kardiologie-Kurse in Afghanistan „cardiac diagnostic and reanimation“:
Im Ali Abad Hospital (2003 und 2006)
In Mazar-i-Sharif und der Provinz Balkh,  Nangarhar (2004)
Medizinische Fakultät Nangarhar (2005)
Medizinische Fakultät der Universität Herat (2005)

o      Echokardiographie: Erste Kinder-Echocardiographie (seit 2005)

o      Gastroenterologie:
Aufbau einer Endoskopie-Einheit im Aliabad Hospital (Kabul) und in Provinzhauptstädten  Mazar-i-Sharif, Herat und Kunduz (seit 2003)

o      Echokardiographie-Kurs
im Aliabad Hospital Zeitraum: (Februar-März 2005, Herr Prof. Dengler)

o      Sonographie-Ausbildung von Ärztinnen und Ärzten
Insgesamt vierzehn 3-dreiteilige Ultraschallkurse für Ärztinnen und Ärzte in Kabul und Mazar-i-Sharif (2002 bis auf weiteres)

Fortbildung afghanischer MedizinerInnen in deutschen Kliniken " Capacity building"

Orthopädie – und Wirbelsäulenchirurgie-Symposien 2005 u.2006

Zahnmedizinische Fortbildungen: ( 2004 2005 -2006) 

Transport von Hilfsgütern nach Afghanistan

o      Ambulanzen: Transport von fünf Ambulanzen, voll beladen mit medizinischen Geräten für 5 nordwestlichen Provinzen (Herat, Fahra, Niemros, Ghor und Bad-Ghies)

o      Medizinische Geräte: Transport mehrerer Containern zum Wiederaufbau des druch eine Großbrand zerstörten Krankenhauses in Mazar-i-Scharif. Medizinisches Ausrüstung für eine Kinder-Geburtshilfe Station in Herat. Es wurden zahlreiche  Krankenhäuser in Kabul mit medizinischen Geräten (Defibrillatoren Ultraschallgeräten, Instrumente, Monitore usw.) ausgestattet.  Gespendete Medikamente wurden an verschiedene medizinische Einrichtungen übergeben.

Bildung, Betreuung und medizinische Versorgung von Kindern.

o      Waisen- und Straßenkinder: Finanzielle und materielle Unterstützung von Waisenhäusern und Hilfe beim Aufbau von Schulen. Einrichten von kleinen Ambulanzen in Waisen- und Armenhäusern. Vermittlung von Patenschaften für Waisen-  und Straßenkinder. Verteilung von Hilfsgütern an Waisenhäuser und Schulen. Finanzierung von Berufsausbildung und Fortbildung.

o      OPD-Klinik Aufbau: in  der Provinz Parwan (im Pandschirtal) und in der Provinz Nangarhar, in Chewa (Provinz Kunar) zusätzlich der Aufbau einer Grundschule.

o      MCH-Clinic-Jalalabad: Unterhalt der 1999 vom einem DAMF-Mitglied gegründeten Mutter-Kind-Klinik in Jalalabad (seit 1999)

Aktion "Wunden Heilen in Afghanistan“ (WHA). 

o      In Zusammenarbeit mit dem Leishmania Labor des Hygiene Institutes der Universität Freiburg wird seit August 2004 am „German Medical Service“ von Kabul eine klinische Doppelblindstudie an 100 Patienten durchgeführt, die von der Ethikkommission der Universität Freiburg genehmigt wurde.  Ziel dieser Studie ist es, herauszufinden, wie die Behandlung der Hautleishmaniose in Afghanistan unter den dort gegebenen schwierigen hygienischen Verhältnissen verbessert werden kann. 

An dieser  Stelle möchte ich im Namen  des DAMF e.V. meinen Dank an alle Mitglieder aussprechen, die all die Jahre mitgearbeitet haben um das angeschlagene Gesundheitssystem  in   Afghanistan zu unterstützen.

Besonderer Dank geht an Herrn Dr. Ataullah  Zulfacar. Er hat mit  seinen Einsätzen, unter oft sehr erschwerten Bedingungen, zahlreiche medizinische sowie humanitäre  Hilfsaktionen  durchgeführt.

Besonderer Dank geht auch an Herrn Dr. Zahir Nazary, er hat ebenfalls zahlreiche  medizinische Aktivitäten durchgeführt.

Die großartigen medizinischen Einsätze von Prof. Dr. Stahl,  Dr. Temor Alam, Dr. Nadjib Ahmadjar, Dr. Gögler, Dr. Ahmad Qaderi, Dr. Aimal Safi, Dr. Salmai Turial, Dr. Yahya  Wardak, Dieter Hampel, Herr  Ayoub Osmani und all der anderen Mitglieder des DAMF e.V. die wertvolle Beiträge für den medizinischen Wiederaufbau des Landes Afghanistans geleistet haben. Wir können alle stolz auf unsere Arbeit sein. 

Ihre Fawzia Alam   

ﻔﻮﺯﻴﻪ علم

1. Vorsitzende