Aktivitäten des Vereins

Im Februar 2002 offizielle Eröffnung des Gesundheitszentrums in Kahdestan mit Teilnahme des  Leiters der Gesundheitsbehörde in Herat. Weitere Informationen über das Gesundheitszentrum und seine Funktionsweise kann dem zweiten Flyer entnommen werden.

Afghanistan Hilfe e.V., dem sich auch Persönlichkeiten aus der Wirtschaft, Politik und Sozialleben angeschlossen haben, wurde in der Gemeinde gut angenommen. Unsere Projekte wurden allseits unterstützt. Zu nennen ist dabei die dreimonatige Aktion des Berufskollegs Siegen, die eine Spendensammlung von 12.000 € bewirkte. Außerdem führte der Lions-Club Olpe-Gummersbach mehrere Aktionen durch, hierbei wurde uns eine Spende von 9.350 € zur Verfügung gestellt. Die Zusammenarbeit mit der Gemeinde Wenden war ebenfalls sehr gut, so dass die Gemeinde aus den Mitteln zur Förderung kommunaler Projekte der Entwicklungszusammenarbeit uns eine Summe von 7.000 € zur Verfügung stellte.

In mehreren öffentlichen Veranstaltungen und Auftritten wurde dieser soziale Kontakt von Afghanistan Hilfe e.V. weiter gefestigt. Es wurden wichtige Geburtstage gefeiert, bei denen statt Geschenke zu Spenden für Afghanistan Hilfe e.V. aufgerufen wurde.

Als nächstes steht das Konzert zum Advent, am 7. Dezember 2003 in der Pfarrkirche St. Severinus in Wenden an, wo ebenfalls um eine Spende zu Gunsten der Afghanistan Hilfe e.V. Wenden gebeten wird.

Im  März 2003 reiste ich zum dritten Mal nach Herat, überwachte die Projekte und entwickelte weitere Pläne zur Unterstützung des Krankenhauses in Herat. Der schon vorher gekeimte Gedanke, zur Sammlung von medizinischen Geräten für das einzige Krankenhaus in der Region, wurde nach meiner Reise intensiv realisiert.

Der Vorstand von Afghanistan Hilfe e.V. hat sich mit Hilfe von Herrn Hesse, Firma Sibo, für die Gerätesammlung eingesetzt. Die Stadt Olpe spendete dabei 2 Notarztwagen, außerdem wurden 2 Röntgengeräte, 2 EKG-Geräte, ein Sono-Gerät, ein Sauerstoffkonzentrator, ein Sterilisator, 2 Gastroskope, 2 Koloskope, ein Lungenfunktionsgerät sowie weitere medizinische Bedarfsgüter (siehe Packliste) gesammelt. Der Transport wurde von Herrn Hesse organisiert. 

In einem Sattelzug wurden die gesammelten Güter am 9.10.2003 Richtung Nordwest-Region Afghanistan in Bewegung gesetzt. Ich unternahm dann meine vierte Reise nach Herat, vom 19. Oktober bis 2. November 2003, wo ich in Herat dann den Transporter empfangen habe. Während meines Aufenthaltes habe ich die oben genannten medizinischen Geräte im Krankenhaus Herat in Funktion gesetzt und mit den Kollegen geübt  und sie eingearbeitet. Außerdem habe ich die Arbeit vom Gesundheitszentrum Kahdestan überwacht, die mit vollem Erfolg durchgeführt wird. Unser Projekt in Kahdestan wird in Herat als Musterprojekt anderen ausländischen Organisationen und  NGOs vorgeführt.

In einer Dorfversammlung, nach dem Ende des Freitagsgebets in der Mosche des Dorfes, haben sich die Einwohner für das Gesundheitszentrum bedankt. Ihre Vorschläge wurden registriert, die darin bestanden, dass man evtl. einen Nachtdienst einrichten sollte. Außerdem  sollte auf Grund von erhöhten Geburtspannen eine zusätzliche geburtshilfliche Sektion in dem Gesundheitszentrum errichtet werden. Hierbei wurden die Mittel, die sich auf ca. 700 Dollar belaufen, von mir bewilligt. Eine zusätzliche Hebamme sollte eingestellt werden. Das Gesundheitszentrum in Herat arbeitet nach den modernsten Einsichten der Weltgesundheitsorganisation. Unsere Aktionen in Herat wurden durch die Öffentlichkeit sehr begrüßt und wurden in Interviews und Übertragungen im Lokalfernsehen ausgestrahlt. Der Gouverneur der Stadt Herat, Herr Ismail Khan hat sich dafür interessiert und mich bei meiner Arbeit aufgesucht. Wonach es auch Berichterstattungen über unsere Aktion  in Kabul und  in der angrenzenden Stadt Meschard im Iran gegeben hat.

Das Gesundheitszentrum arbeitet z. Z. in provisorischen Räumen, die uns von den Dorfbewohnern für ca. 2 Jahre zur Verfügung gestellt worden sind. Darüber hinaus müssen wir für das Gesundheitszentrum ein Gebäude errichten, das je nach Bau ca. 20 bis 30 Tausend Euro kosten wird. Dafür sind wir auf weitere Spendengelder angewiesen.