Seit der Gründung ist die Tätigkeit des Vereins verschiedene Male in der Presse veröffentlicht. Hier eine kleine Auswahl
Sauerland Kurier 01.06.05
zur Vergrößerung Bild anklicken Es fehlt an medizinischen Geräten, Medikamenten und Fachwissen27.02.2004 ÄrztezeitungArzt aus Wenden organisiert Hilfslieferungen nach Herat / Neue Klinik in Planung NEU-ISENBURG (ine). Mehr als zwei Jahre nach dem Sturz der Taliban leben in Afghanistan immer noch Millionen Menschen am Rande des Existenzminimums. Viele sind unterernährt. "Die Leute brauchen zu essen und das Land braucht Schulen", sagt Masaod Roohani aus Wenden im Gespräch mit der "Ärzte Zeitung". Der Facharzt für Innere Medizin aus Wenden bei Olpe war in den vergangenen Jahren viermal nach Afghanistan gereist, zuletzt im Oktober 2003. Roohani informierte sich dort unter anderem über die medizinische Versorgung. Rettungswagen gibt es nur wenige Vom Krankenhaus in Herat standen beispielsweise nur noch die Mauern. "Die Ärzte hatten nicht einmal mehr die Möglichkeit im Labor eine Urinuntersuchung zu machen oder eine Cholesterinbestimmung", erzählt Roohani. "Ich war sprachlos." Er sah Operationssäle, in denen Ärzte am Fenster im Sonnenlichtoperieren mußten, weil es keine funktionierenden Op-Lampen gab. "In einer Notaufnahme gab es nur ein paar Stethoskope, einen Ambu-Beutel und ein Bett", sagt Roohani. "Von Krankentransport konnte nicht die Rede sein. Die Patienten wurden auf Eseln und Schubkarren in die Klinik gebracht." Der Mediziner beschloß zu helfen: 2002 gründete er die Afghanistan Hilfe e.V. Wenden. Seitdem hat Roohani - er selbst ist 1973 zum Medizinstudium nach Deutschland gekommen - viele Hilfslieferungen organisiert. Per Sattelzug wurden etwa im vergangenen Oktober Röntgengeräte, EKG-Geräte, Sterilisatoren, Gastroskope, Lungenfunktionsgeräte und zwei Notarztwagen nach Herat gebracht. Dort mangelt es nicht nur an Medikamenten und Geräten, es fehlt auch an Fachwissen. "Die Ausbildung vieler Ärzte ist mangelhaft", sagt Roohani. Zusammen mit Helfern installiert er deshalb die Geräte vor Ort, überprüft ihre Funktion, lernt das medizinisches Personal an. "Da gibt es noch viel zu tun", sagt der Mediziner. Ein Problem ist auch die Ernährungssituation im Land. Im vergangenen Jahr waren über fünf Millionen Menschen von der Nahrungsmittelhilfe aus dem Ausland abhängig. "Viele Kinder müssen mit Infusionen aufgepäppelt werden." Das nächste Projekt ist schon geplant Froh ist Roohani über das Gesundheitszentrum in Kahdestan, das durch Spenden finanziert wurde. Dort werden täglich bis zu 200 Patienten behandelt. Demnächst ist vorgesehen, auf einem 2000 Quadratmeter großen Grundstück eine neue Klinik zu errichten. Auch einen Nachtdienst würde Roohani gerne einrichten, noch fehlen dazu die finanziellen Mittel. Doch eines ist sicher: Noch in diesem Jahr wird er wieder nach Afghanistan reisen, diesmal mit Sonographiegeräten und Inkubatoren im Gepäck. Weitere Informationen bei der Afghanistan-Hilfe e.V. Wenden, Hauptstraße 75a, 57482 Wenden, Tele 02762/5068 und unter www.afghan-medical.com
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17.06.2003 Siegener Zeitung Gründer von »Cap Anamur« sprach in Wendener Aula job Wenden. Er zählt zu den bekanntesten Persönlichkeiten in unserem Land, und das schon seit Jahrzehnten: Dr. Rupert Neudeck, Mitbegründer des deutschen Notärztekomitees »Cap Anamur« und unermüdlicher Kämpfer um Mitmenschlichkeit und Menschenrechte in vielen Ländern der Welt. Er weilte am Freitag in Wenden, um im Rahmen einer Vortragsreihe über seine Erfahrungen und Kenntnisse zum augenblicklichen Stand in Afghanistan zu berichten. Eingeladen war er vom Wendener Verein »Afghanistan-Hilfe«, einer deutsch-afghanischen Gruppe für interkulturellen Dialog und humanitäre Hilfe. Dieser Verein, der unter dem Vorsitz von Dr. Masaod Roohani steht, einem in Wenden praktizierenden Arzt, will mit Hilfsprojekten in Afghanistan die Not in medizinischem und sozialem Bereich versuchen zu minderen. Zurzeit wird in der Nähe der Stadt Herat ein medizinisches Zentrum errichtet. In einem bereits bestehenden Haus werden, so Dr. Roohani, der vor Wochen erneut in Afghanistan weilte, täglich etwa 170 bis 200 Menschen medizinisch betreut. Rupert Neudeck berichtete von seinem jüngsten Aufenthalt in Afghanistan und bat die nicht gerade zahlreichen Besucher in der Aula des Wendener Schulzentrums, das Land Afghanistan nicht so schnell zu vergessen. »Bleiben Sie diesem Land treu, auch wenn die Blitzlichter der Weltöffentlichkeit sich inzwischen anderen Aktualitäten zuwenden,« sagte er. »Nach dem diesem Land erneut aufgezwungenen Krieg, der das Land von einem erneuten Übel seines langen Leidensweg befreit hat, kann dort endlich wieder gearbeitet werden, um Not und Leid zu mindern«, meinte Neudeck. »Die Menschen, vor allem die Bevölkerung auf dem flachen Land und in den Dörfern, haben uns gebeten, ihnen beim Aufbau von Schulen und Arbeitsmöglichkeiten zu helfen.« Die Bevölkerung, so Neudeck, sei tüchtig und fleißig und möchte endlich in Frieden leben. An Deutschland und seine Menschen richtete Neudeck die Bitte, Geduld zu zeigen, bis auch in Afghanistan nach so vielen Jahren Krieg und Unheil normale Verhältnisse entstehen würden, ähnlich wie in Deutschland vor 50 Jahren. Zur Arbeit der deutschen Entwicklungshilfe sagte Neudeck: »Die Entwicklungshilfe sitzt zu sehr in Kabul fest. Sie sollte die Chance gut nutzen, mehr Hilfe ins Land zu bringen und nicht nur Fachleute zur Erarbeitung von Plänen und Studien auszusenden. Das Land braucht praktische, direkte Hilfe.« Anschließend zeigte Dr. Roohani Bilder von seiner jüngsten Reise in sein Heimatland und von den dortigen Arbeiten am des Hilfsprojekts in Kahdistan. Unter dem Thema »Geschlagene Wunden heilen in Afghanistan« konnten sich die Besucher über die ersten sichtbaren Erfolge ihrer Mitarbeit und Spendenbereitschaft, die der Verein Afghanistan-Hilfe geleistet hat, informieren. |