Abdul Ghafor Brechna |
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Stuttgarter Nachrichten vom 01.01.2003
Bilder aus dem alten Afghanistan von Abdul Ghafur Brechna (1907-1974) Mit rund 130 Werken aus dem Nachlass Abdul Ghafur Brechnas zeigt das Linden-Museum einen Querschnitt durch das Werk des 1973 verstorbenen afghanischen Malers, Dichters, Karrikaturisten, Komponisten und Sammlers. Im Mittelpunkt der Ausstellung im Linden-Museum steht der Bazar der Hauptstadt Kabul - seit Jahrhunderten der Schnittpunkt großer Karawanenwege und gleichzeitig Treffpunkt der Völker und Kulturen. Brechna, der ab 1921 in Deutschland Malerei und Lithografie - u.a. bei Max Liebermann - studierte, gründete und leitete nach seiner Rückkehr nach Kabul im Jahre 1931 die Kunstgewerbeschule in Kabul, Vorläufer der heutigen Kunstakademie. Als Karrikaturist machte er stets auf politische und soziale Missstände in Afghanistan aufmerksam; als geistiger Vater und Zeichner von "Rajab Khan", äußerte sich Brechna bis 1972 mit scharfen Bemerkungen und bissigem Humor zu Zeitgeschehen und Rückständigkeit des Landes. Viele Werke Abdul Ghafur Brechnas wurden während der sowjetischen Invasion und im darauf folgendem Bürgerkrieg zerstört oder gingen verloren; dennoch gelang es der Familie des Künstlers über hundert Ölbilder und Aquarelle sowie eine Anzahl von Skizzen zu retten. |
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